Mittwoch, 1. März 2017

[How To] 5 Tipps, wie du bei Städte-Trips bares Geld sparst

Ich habe schon viele Städte bereist: Paris, New York, London, Prag und einige mehr. So ein Städte-Trip kann schnell sehr teuer werden. Hinterher fragt ihr euch vielleicht, wo das  ganze Geld hin ist. Ich habe gelernt, dass man eine Menge Geld sparen kann. Deshalb möchte ich euch verraten, worauf ich bei der Planung achte, um einen fantastischen Aufenthalt zu haben ohne jeden Tag hunderte von Euros auszugeben.

1. Den größten Anteil deiner Ausgaben bei einer Städtereise sind die Hotelkosten. Daher kannst du hier auch am meisten sparen. Ich rate dir nicht, in einem Schlafsack unter einer Brücke zu übernachten, denn wir alle brauchen nach einem aufregenden Tag in einer Großstadt ein gemütliches Bett, um wieder Kraft zu tanken. Für ein Doppelzimmer mit Frühstück in einem kleinen Boutique-Hotel zahlt man aber häufig über 100 Euro pro Nacht.
Meine Alternative: Wenn ich eine Unterkunft suche, checke ich immer zuerst das Angebot an Jugendherbergen in der Stadt. In Deutschland finde ich alle Herbergen bei jugendherberge.de und im Ausland bei hihostels.com. Meist liegen die Hostels sehr zentral in den Innenstädten. Am meisten spart man, wenn man ein Bett in einem Schlafsaal bucht, aber ich bevorzuge die Zweibettzimmer, die ein bisschen teurer sind, aber immer noch viel günstiger als ein übliches Doppelzimmer im Hotel. Die Herbergen bieten meist auch ein Frühstück an und die Mitarbeiter haben einen Haufen Tipps - so fühle ich mich wie im Hotel.

Hostelsuche bei HIHostels
  


2. Oft kostenmäßig unterschätzt, aber sehr teuer bei Städtereisen: Verpflegung. Hat man das Frühstück inklusive, muss man trotzdem noch mittags und abends etwas essen. Da man anders als zuhause keine Küche zur Verfügung hat, läuft es darauf hinaus, dass man sich mittags belegte Brötchen kauft und abends ins Restaurant geht. Diese Art der Ernährung kostet locker 40 Euro täglich und ist meist nicht mal gesund.
Besser: Statt abends lieber mittags etwas Warmes essen gehen. Viele Restaurants bieten Mittagsmenüs an, die günstiger sind als die Gerichte auf der Abendkarte. So habt ihr, ohne auf etwas verzichten zu müssen, schnell viel Geld gespart. Anstelle der teuren To-Go-Sandwiches könnt ihr euch im Supermarkt mit Baguette, Cocktailtomaten, Käse und Obst eindecken und so sehr preiswert dinieren. Das lässt sich auch ganz wunderbar zu einem romantischen Picknick ausbauen. Wenn ihr in einer Herberge seid, könnt ihr in der Küche sogar richtige Menüs kochen. Auf die Art könnt ihr die Ausgaben für Verpflegung halbieren.

  


3. Ein weiterer Punkt, bei dem es sich lohnt vorher zu recherchieren: Transport und Fortbewegung. Wer hat schon das Geld, sich mit dem Taxi fortzubewegen? Besser ist der öffentliche Nahverkehr, zum Beispiel die U-Bahn (schnell) oder Busse (hier sieht man viel von der Stadt). Häufig werden spezielle Tickets für Touristen angeboten, die neben Freifahrten auch Gutscheine und Vergünstigungen für Attraktionen beinhalten. Hier greife ich niemals blind zu, sondern vergleiche das Angebot mit den üblichen Fahrtpreisen. Die Touristentickets sind nämlich meistens teurer und lohnen sich nur, wenn man viele der Gutscheine nutzen wird. In Paris gibt es zum Beispiel das Touri-Ticket ParisVisite, das für 5 Tage in den Zonen 1-5 stolze 63,90 Euro kostet (ohne Gutscheine!) - zum Vergleich gibt es eine normale Wochenkarte Navigo semaine, die sieben Tage ebenfalls in den Zonen 1-5 gilt und nur 22,15 Euro (+5 Euro für die erstmalige Ausstellung) kostet.
Manche Städte bieten keine Wochenfahrkarte an (London!), sodass man jede Fahrt extra zahlen muss (teilweise ab einer bestimmten Höhe gedeckelt). Hier lohnt es sich, zu Fuß zu gehen. So entdeckt man viel mehr von einer Stadt und entschleunigt seinen Aufenthalt. Es gibt in vielen Großstädten tolle Parks, durch die man unbedingt einmal strolchen sollte.

 


4. Eintrittspreise können ganz schön happig sein. Für einen Blick auf die Mona Lisa im Pariser Louvre zahlt man zum Beispiel regulär 15 Euro. Es geht allerdings auch günstiger: Neben Kindern haben auch Europäer unter 26 Jahren immer freien Eintritt. Jeden ersten Sonntag im Monat (Oktober - März) und am 14. Juli ist der Eintritt sogar für alle kostenlos! So wie beim Louvre gibt es häufig Vergünstigungen, auf die man als Besucher aber nicht immer hingewiesen wird. Es lohnt sich, gezielt danach zu recherchieren oder nachzufragen. Häufig kann man Tickets günstig im Voraus online ordern, so spart man sich auch das Anstehen. Ein Tipp für alle, die in keine der oben genannten Kategorien passen: Britische Museen wie die National Gallery in London sind immer grundsätzlich für alle Besucher kostenlos!

  


5. Viel Stress und Geld könnt ihr sparen, wenn ihr euch keine Must-Sees von anderen einreden lasst. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die "man gesehen haben MUSS". Solche Empfehlungen hört man besonders häufig von älteren Menschen und sie meinen es ja nur gut. Aber wenn du keine Lust auf auf ein Smetana-Konzert in Prag für umgerechnet 50 Euro oder eine Cancan-Vorführung im Pariser Moulin Rouge, umgeben von Touristen, für schlappe 120 Euro hast, dann hör auf deinen Bauch lass es. Du würdest es hinterher bereuen.
Jeder hat einen anderen Geschmack und keiner "muss" sich etwas anschauen, wenn er oder sie eine Stadt das erste Mal besucht. Häufig sind diese Must-Sees wegen ihrer Beliebtheit völlig überteuert und überlaufen. Das Internet quillt über vor Insider-Tipps für diese oder jene Stadt und letztendlich kann man davon eh nur einen Bruchteil ausprobieren. Die zur Verfügung stehende Zeit im Urlaub ist knapp und die solltest du lieber mit Dingen verbringen, wegen denen du hier bist, und kein Pflichtprogramm absolvieren. Und wenn man etwas nicht mehr "geschafft" hat und es zuhause bereut, ist das doch ein guter Grund, um eines Tages wiederzukommen!

  


Welche Tipps kennst du noch, um bei Städtereisen nicht unnötig viel Geld auszugeben? Schreib es in die Kommentare, so können andere Leser davon profitieren.

1 Kommentar:

  1. Echt tolle Tipps! :)

    Auf die Idee, als Erwachsene in einer Jugendherberge einzuchecken, bin ich noch nicht gekommen. Wahrscheinlich weil ich dachte, dass es da bloß diese großen Gemeinschaftsräume zum Übernachten gibt und sowas mag ich persönlich ja gar nicht. Bisher war mir auch unbekannt, dass dort auch Zweibettzimmer existieren. Nicht schlecht :)
    Die anderen Hinweise berücksichtigen wir aber eigentlich bereits.

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